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Maus (EDV) Artikel
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Engelbarts erste Maus, circa 1964
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Moderne Maus von Logitech 2003
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Die Maus ist eines der wichtigsten EingabegerĂ€te bei Computern mit graphischer BenutzeroberflĂ€che (GUI). Ein kleines, ergonomisch geformtes, kastenartiges Gebilde aus Plastik, Metall oder Holz wird dabei von Hand auf dem Tisch oder auf einer speziellen Unterlage gefĂŒhrt, wobei sich entsprechend der Bewegung der Maus auf dem Bildschirm ein Mauszeiger bewegt. Durch BetĂ€tigung der Tasten oder zusĂ€tzlicher Elemente der Maus kann der Nutzer verschiedene Aktionen durchfĂŒhren.
Die erste Computermaus wurde 1963/64 von Douglas C. Engelbart und William English am Stanford Research Institute (SRI) entwickelt und in dem Dezember 1968 auf der Herbsttagung der American Ferderation of Information Processing Societies (AFIPS) der Ăffentlichkeit prĂ€sentiert.Die Weiterentwicklung der Maus erfolgte in den 1970er Jahren am Palo Alto Research Center (PARC) der Firma Xerox. Zuerst kommerziell benutzt wurde sie in dem Rechner Lisa des Computerherstellers Apple, der allerdings keinen Markterfolg hatte. Das Nachfolgemodell, der Macintosh, war und ist hingegen sehr erfolgreich.
Am meisten verbreitet sind optomechanische MĂ€use. Bei ihnen werden die Mausbewegungen ĂŒber eine Rollkugel und einen Optokoppler in elektrische Signale umgewandelt, die der Rechner als Mauszeigerbewegung am Bildschirm anzeigt.
Die frĂŒher ĂŒblichen Zwei-Tasten-MĂ€use wurden von Drei-Tasten-MĂ€usen bzw. Zwei-Tasten-MĂ€usen mit Rollrad (Wheel-Maus) abgelöst.
An IBM-Kompatiblen Computern wurden MĂ€use lange Zeit am seriellen Port
ĂŒber einen 9/25-poligen Sub-D Stecker angeschlossen. Heutzutage haben sich MĂ€use
mit PS/2-Stecker durchgesetzt, wie sie auch bei Tastaturen benutzt werden.
Das Ăbertragungsprotokoll und die Pinbelegung von Tastatur und Maus ist identisch und entspricht nicht dem seriellen RS-232 Standard. Es handelt sich um ein synchrones serielles Protokoll, was speziell fĂŒr Computer-Tastaturen entwickelt wurde. Es kommt mit einer 5V Spannungsversorgung aus, RS-232 arbeitet hingegen mit +/- 12 V.
Auch wenn die Pinbelegung fĂŒr die grundsĂ€tzliche Kommunikation von Tastatur und Maus identisch ist, sind die AnschlĂŒsse eindeutig zugeordnet. Ein Maus arbeitet normalerweise nicht am Tastaturport, auch wenn der Stecker passt. Das liegt z.T. daran, dass weitere Pins eine Sonderbelegung haben, z.B. bei der Tastatur zu dem Ausschalten des Computers.
An Apple Macintosh Computern und modernen IBM-Kompatiblen Computern werden MĂ€use mit USB-Anschluss benutzt. Ein Vorteil von USB ist, dass mehrere GerĂ€te, wie z.B. Maus und Tastatur, ĂŒber den selben Anschluss am Computer betrieben werden können.
Das mitunter lĂ€stige Mauskabel, was die Bewegungsfreiheit einschrĂ€nkt, fĂŒhrte
zur Entwicklung drahtloser MĂ€use. Diese habe eine eigene Batterieversorgung und ĂŒbertragen die Bewegungsdaten ĂŒber Infrarot oder Funk an eine Empfangsstation, die wie eine gewöhnliche Maus an den Computer angeschlossen ist. Als Nachteil kann man den regelmĂ€Ăigen Verbrauch von Batterien ansehen.
MĂ€use mĂŒssen öfters gereinigt werden. Durch die Bewegung der Mauskugel gelangen Verunreinigungen in das Maus-Innere und setzen sich dort fest. Zur Reinigung kann man die Kugel entfernen und mit einem WattestĂ€bchen und z.B. Alkohol oder einem Fensterreiniger (Sidolin) die Mechanik sĂ€ubern.
Die MÀuse der neuesten Generation ersetzen die Kugelmechanik durch einen optischen Sensor, der wie eine Kamera die OberflÀche abtastet, auf der man die Maus bewegt. Man bezeichnet sie Optische Maus. Dieser Sensor macht permanent Bilder der OberflÀche, auf der die Maus bewegt wird. Diese Bilder vergleicht ein Mikroprozessor miteinander und erkennt daran, in welche Richtung die Maus bewegt wurde. Da keine mechanisch bewegten Teile mehr vorhanden sind, sind solche MÀuse sehr langlebig und robust. Ausfallerscheinungen durch verschmutzte Kugeln oder ungeeignete Unterlagen gibt es nicht mehr. Diese MÀuse funktionieren auf fast allen Unterlagen. Ca. FlÀchen, die eine sehr kleine Struktur aufweisen z.B. Spiegel oder Glas funktionieren prinzipbedingt nicht.
Der andauernde Gebrauch einer Computermaus kann Schmerzen in dem Handgelenk auslösen (SehnenscheidenentzĂŒndung). An ComputerarbeitsplĂ€tzen kann die RSI (Repetitive Strain Injury - Verletzung durch wiederholte Beanspruchung) als Berufskrankheit auftreten.
Ein der Maus verwandtes ZeigegerÀt ist der Trackball, bei der die bei mechanischen und optomechanischen MÀusen eingesetze Kugel nicht auf der Unterseite angebracht ist, sondern auf der Oberseite, und durch die Finger bzw. den Daumen bewegt wird.
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Die Maus ist ein elektronisches ZeigegerĂ€t, das zur Zeit fĂŒr jeden modernen Schreibtischcomputer neben der Tastatur zur Standardausstattung gehört.
Mit diesem GerĂ€t, das der Anwender auf dem Schreibtisch bewegt, steuert man eine korrespondierende Markierung auf dem Bildschirm der Computerausgabe, um Anweisungen an den Rechner zu ĂŒbermitteln.
Zumeist sieht diese Markierung wie ein kleiner Pfeil aus.
Die Maus ist mit einer oder mehreren Tasten ausgestattet, die auf Knopfdruck ("Mausklick") an der entsprechenden Bildschirmkoordinate eine registrierbare AktivitÀt (Event, Ereignis) auslöst.
Diese BenutzeraktivitĂ€t wird von einem Computerprogramm (GUI oder Anwendungsprogramm) fĂŒr eine Gegenreaktion aufgenommen, die wiederum dem Anwender die neue Situation prĂ€sentiert.
Beispielsweise kann ein Anwender auf ein Dateisymbol zeigen und es mit einem Druck auf einer Taste auswÀhlen. Das Betriebsprogramm registriert dies und hebt nun dieses Dateisymbol hervor.
In einem Textverarbeitungsprogramm kann ein Anwender den Mauszeiger in einem Text hineinfĂŒhren und mit einem Druck auf einer Taste eine TexteinfĂŒgemarke (Cursor) plazieren. Wenn er nun zu tippen beginnt, wird der Text exakt an dieser Stelle eingefĂŒgt.== Technik ==
Die MĂ€use haben sich in dem Verlauf ihrer Entwicklung den stĂ€ndigen technischen (Weiter-) Entwicklungen unterworfen. Da sie grundsätzlich aber ca. zweidimensionale Koordinateninformationen ĂŒbermitteln, hat sich am Prinzip aber wenig verĂ€ndert.
GrundsĂ€tzlich besteht ihr Aufbau aus einer kleinen handlichen Box, die auf ihrer Oberseite eine oder mehrere Tasten und auf der Unterseite eine kleine gummiĂŒberzogene Stahlkugel enthĂ€lt, die sich durch manuelles Verschieben des gesamten GerĂ€ts auf der Tischplatte dreht und so intern berechnete Koordinatenbewegungen ĂŒber eine Leitung an den Rechner ĂŒbermittelt.
Die Rollbewegung der Kugel wird ĂŒber zwei Walzen an zwei gelochte Segementscheiben ĂŒbermittelt, aus dessen Drehrichtung und Geschwindigkeit ĂŒber kleine Lichtschranken in der Elektronik der Maus die Koordinatenrichtung errechnet wird.
Heutzutage sind viele technische Merkmale rationalisiert und vereinfacht worden. Statt der Kugel haben sich mittlerweile optische Abtastungstechnologien durchgesetzt ("Optical Mouse "), die die mechanischen, häufig fehleranfĂ€lligen Bestandteile ersetzt haben. Hierbei tastet eine einfachste Kamera die OberflĂ€che der Tischplatte oder des Mousepads optisch ab und leitet anhand von winzigen StrukturverĂ€nderungen dieser OberflĂ€che die Richtung und relative Koordinateninformation ab.
Da die Maus recht spĂ€t Einzug in die privat und geschĂ€ftlich genutzten Computersysteme auf dem Schreibtisch gehalten hat (etwa 1983 zur EinfĂŒhrung des Apple-LISA-Modells, 1984 fĂŒr die Apple-Macintosh-Serie und etwa 1985 fĂŒr IBM-PC-kompatible Rechner), muĂte eine der vorhandenen Schnittstellen fĂŒr den AnschluĂ dieses GerĂ€tes gefunden werden.
Die ersten MĂ€use fĂŒr den IBM-kompatiblen PC (IBM PC, XT) und die spĂ€teren IBM-AT -kompatiblen Rechner wurden ĂŒber die serielle Schnittstelle angeschlossen, die eigentlich fĂŒr die DatenfernĂŒbertragung (DFĂ, siehe auch Modem) und TerminalĂŒbertragung entwickelt sind.
Da die Maus aber ein einfaches und in der DatenĂŒbertragung langsames GerĂ€t ist, das ca. fĂŒr Koordinateninformation und Status der Tasten Daten ĂŒbermittelt und auĂerdem seinen Strom ĂŒber die Schnittstelle erhalten konnte, war diese Schnittstelle eine recht langlebige Notlösung.
Bei den Apple-Macintosh-Rechnern wurde bereits bei ihrer EinfĂŒhrung ein eigener (proprietĂ€rer) AnschluĂ fĂŒr die Maus bereitgestellt, da eine Bedienung ohne diese nicht möglich war. ZunĂ€chst ein 9poliger Sub-D-Stecker, (Ur-Macintosh, Macintosh 512 und Macintosh Plus) der jedoch spĂ€ter 1987 beim Macintosh II (Und Apple IIGS ) durch den wesentlich universelleren ADB (Apple Desktop Bus) u.a. auch fĂŒr die Tastatur und stromsparende KleingerĂ€te, ersetzt wurde und bis zu dem Power Macintosh G3 Blue and White 1998 seine Verwendung fand.
Bei IBM-kompatiblen Rechnern fand erst mit dem breiten Aufkommen der mausgesteuerten Betriebssysteme fĂŒr das IBM PS/2-System und dem damit erscheinendem OS/2 setzte sich nach und nach eine explizite Schnittstelle ca. fĂŒr die Maus durch (PS/2-AnschluĂ ).
Heutzutage ist neben dem PS/2-AnschluĂ jedoch stets hĂ€ufiger der viel universeller einsetzbarere USB-AnschluĂ fĂŒr MĂ€use und langsamer Peripherie jeder Art fĂŒr IBM-kompatible Rechner wie auch fĂŒr Apple-Macintosh-Rechner gebrĂ€uchlich.
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Eine Frage der Tastenanzahl
Jedes Betriebssystem, das zur Zeit fĂŒr Schreibtischrechner
und mithin fĂŒr Endanwender existiert, wird mit der Maus bedient. Dabei haben sich jedoch unterschiedliche Absichtsetzungen etabliert, die sich unter anderem durch die Anzahl der Maustasten bei der Bedienung der unterschliedlichsten Rechnerumgebungen zeigt.
Eine Taste (Macintosh)
Die ursprĂŒngliche Macintosh-BenutzeroberflĂ€che war auf eine einfache Bedienung ausgelegt, in der der Anwender das komplette GerĂ€t mit einer Maustaste bedienen konnte. Auch heute noch werden Apple-MĂ€use mit einer Taste ausgeliefert. Genaugenommen haben die MĂ€use heute sogar gar keine Taste mehr, da die gesamte OberflĂ€che der Maus als Taste arbeitet. ZusĂ€tzliche kontextbezogene Programmfunktionen werden mit Hilfe sogenannter "Modifiers ", also Spezialtasten auf der Tastatur zusĂ€tzlich zu dem Mausklick ausgelöst.
Heute ist anzumerken, dass das aktuelle Betriebssystem Mac OS X von Haus aus MehrtastenmĂ€use unterstĂŒtzt und diese von Fremdanbietern automatisch einbindet.
Zwei Tasten (Microsoft Windows, IBM OS/2, Atari TOS, AmigaOS)
Alle GerĂ€te die mit diesen Herstellern in Verbindung zu sehen sind (ja selbst Microsoft stellt seit 1985 MĂ€use her) wurden mit zunĂ€chst mit zwei Tasten ausgestattet. Dabei diente die erste (meist linke) Taste fĂŒr die Auswahl wĂ€hrend die zweite (rechte Taste) eine Sonderfunktion auslöste.
Insbesondere das sogenannte KontextmenĂŒ, dass bei Windows 95 fĂŒr die breite Masse eingefĂŒhrt wurde, und ein Auswahl an Spezialmöglichkeiten fĂŒr ein konkret anklickbares Objekt innerhalb der BenutzeroberflĂ€che bot, wurde ĂŒber diese zweite Taste aktiviert.
Bei Atari-TOS und AmigaOS hatte die zweite Taste zunĂ€chst keine weitere Funktion und hatte je nach Programmm eine andere Bedeutung, was fĂŒr Konfusion sorgte. (siehe Human Interface Guidelines ).
Drei Tasten (Unix/X-Window , Arthur/RISC OS, GNU/Linux andere)
Bei den Betriebssystemen aus der GroĂrechnerwelt sowie dem ersten RISC-Heimcomputer Archiemedes wurden drei Maustasten genutzt.
(Hint: hier könnte IHR geballtes UNIX-/Linux-Fachwissen stehen! ;)
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In den letzten Jahren hat sich insbesondere das sogenannte "Scroll Wheel ", "Rollrad" bei ComputermÀusen etabliert.
Dabei handelt es sich um ein -- hÀufig als dritte, mittlere Taste herausgebildetetes -- Gummmi- oder KunststoffrÀdchen, dass zwischen den Maustasten herausschaut und die sehr sinnvolle Funktion zur Bedienung der hÀufig vorkommenden Schieberegler bei GUI-Fenstern dient.
Mit einem leichten Drehen des Rollrades lĂ€Ăt sich ein Ausschnitt eines GUI-Fensters verschieben, ohne dass ein Anwender extra auf die dafĂŒr vorgesehenen Bedienungselemente der BenutzeroberflĂ€che klicken muĂ.== Geschichte der Maus ==
Die Maus als ZeigegerÀt wurde 19?? zu dem ersten Male an der xyz-UniversitÀt vorgestellt. Am Xerox PARC wurde die Maus (1980?) zu dem ersten Mal beim Xerox Alto eingesetzt, wo auch erstmals die klassische BenutzeroberflÀche (GUI, Graphical User Interface) der Welt vorgestellt wurde.
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Neben der Maus haben sich auch viele z.T. Àltere Eingabemedien etabliert, die jedoch ihr spezielles Nischendasein fristen. In transportablen Rechnern (Notebook, Laptop) kommen beispielsweise die sehr viel platzsparenderen Trackpad- und Trackpoint-ZeigegerÀte zu dem Einsatz.
Buch-Tipp: FĂŒhlen, Suchen, Freunde finden. Ein Buch, das sich mit den Fingern lesen lĂ€sst Ein wunderschönes Buch Dieses Buch ist mein absolutes Lieblingsbuch und wird von meiner Tochter (20 Monate) stets wieder gerne angeschaut (Wir haben es seit ungefähr 4 Monaten).
Mit viel Liebe zu dem Detail wird hier ein Tag aus dem Leben des kleinen Hasen erzĂ€hlt, der einen Spielkameraden fĂŒr den Tag sucht.
Auf jeder Seite gibt es etwas zu fĂŒhlen... |
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- Trackball
- Trackpad
- Trackpoint
- Grafiktablett== Literatur ==
- Bardini, T. (2000): Bootstrapping: Douglas Engelbart, Coevolution, and the Origins of Personal Computing. Stanford, CA: Stanford University Press.
- Friedewald, M. (1999): Der Computer als Werkzeug und Medium: Die geistigen und technischen Wurzeln des Personal Computers. Berlin und Diepholz: GNT-Verlag ( Aachener BeitrÀge zur Wissenschafts- und Technikgeschichte des 20. Jahrhunderts, 3).
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